Architektur, Ausstellungen 15. Mai 2011

Leviathan.

Ein Beitrag von Poetry Café

Die Monumenta, die seit 2007 in Paris stattfindet, bietet auch heuer wieder “Monumentales”. Der diesjährige “featured artist” ist Anish Kapoor, der 2009 das Wiener Publikum mit seinen Wachs-Installationen im MAK begeisterte. Seine Installation “Leviathan” besteht aus einem 100 Meter langen roten PVC-Schlauch, der das Grand Palais Nave, das ehemalige Wahrzeichen der Weltausstellung, fast komplett ausfüllt. Inspiration dafür holte er sich aus den gleichnamigen Schriften von Thomas Hobbes, der den Staat als “Monster” beschrieb. Gleichzeitig widmet er das Werk dem chinesischen Künstler Ai WeiWei, der derzeit von seiner Regierung festgehalten wird.

© MONUMENTA 2011- Anish Kapoor – Leviathan. Photo: Didier Plowy


Je nach Tageszeit erlebt der Besucher, der vom Objekt gleich beim Betreten “verschlungen” wird, das Innere des Kunstwerks als Labyrinth, das den Blick auf die Eisenkonstruktionen des Grand Palais freigibt. Die Installation erzeugt einerseits einen ästhetischen und physischen Schock, anderseits erlebt man die farbige Welt als poetisch, nachdenklich und eindrucksvoll.

Das Kunstwerk, das rot wie “geronnenes Blut” ist, erreicht eine Höhe von bis zu 37 Metern und behält seine Form durch unsichtbare und nicht hörbare Pumpen. Das Werk des in Bombay geborenen britischen Bildhauers ist noch bis 23. Juni zu bestaunen.

Links:
Der Künstler über sein Werk inkl Impressionen von “Leviathan” auf YouTube: zum Video.
Monumenta: zur Website

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