Unter Rösten versteht man das trockene Erhitzen der Kaffeebohnen, wobei erst durch die Hitze die rund 800 Aromastoffe die in einer Bohne schlummern, zum Leben erweckt werden. Vor allem die Dauer und Temperatur des Röstvorganges beeinflussen den Geschmack des Kaffees und sind aus diesem Grund sensible und feine Instrumente, die nur mit viel Erfahrung optimal eingestellt werden können.
Röstdauer
Während einer Röstdauer von ca. 16 Minuten, was etwa der fünffachen Zeit der eines gebräuchlichen Schalenrösters entspricht, kommen selbst die empfindlichsten Aromen zum Tragen. Während der Röstung vergrößert die Kaffeebohne ihr Gewicht um 30 bis 100% und verliert bis zu 20% ihres Gewichtes.
Stärkegrad der Röstung
Die Stärkegrad der Röstung hat einen bedeutenden Einfluss auf die Zubereitungsart.
Heller Röstgrad steht für ein breites Aroma, mehr Säure und mehr Fülle am Gaumen und ist deswegen besonders für Filterkaffee geeignet.
Mittlerer Röstgrad verstärkt bestimmte Nuancen und steht für mehr Würze, leichte Karamellisierung und ist besonders für Wiener Kaffeerezepte geeignet.
Dunkler Röstgrad besticht durch einen bittereren, stärker karamellisierten Geschmack und mehr Schärfe und ist deswegen besonders für italienische Espressi geeignet.