Ausstellungen, Im Kaffeehaus 22. April 2011

Das große Wiener Kaffeehausexperiment.

Ein Beitrag von Poetry Café

Phase I des großen Wiener Kaffeehausexperiments findet von 2. März bis 21. August 2011 im Design Space des Wiener MAK statt. Der “Research Director” ist Architekt und Designer Gregor Eichinger. Sein Ziel: das Kaffeehaus der Zukunft zu finden.
Eröffnet wird das Forschungsprojekt mit einer “Work in progress”-Ausstellung. Julia Landsiedl (MAK Designer-in-Residence 2011) beobachtet die Wiener Kaffehausszene und sammelt Anschauungsbeispiele, die in einer Art dreidimensionaler Mind-Map aus historischen und aktuellen Zeichnungen, Plakaten, Fotografien, aber auch verschiedensten Ausstellungsobjekten gesammelt werden.

Die Hauptfrage, die sich Landsiedl dabei stellt ist: “Was bestimmt die Qualität des Wiener Kaffeehauses?”. Und hier liegt unserer Meinung nach auch die Poetry im Projekt: Aufrufe wie “Rescue the Kleiner Brauner”, alte Kaffeehaus-Plakate, Utensilien aus der Glanzzeit des Wiener Kaffeehauses laden zum Verweilen bzw. Vermissen ein und versetzen den Besucher in die Zeit, als die großen Wiener Kaffeehäuser noch die Laufstege der Wiener Society waren. Aber auch der Blick nach vorne, der sich mit der Frage “What’s next?” beschäftigt, lässt poetische Gedanken zu: welche Ideen werden in Zukunft im Kaffeehaus enstehen? Wie können Kreative – analog zu den großen Literaten der vergangenen Jahrzehnte (sogar Jahrhunderte!) – weiterhin aus der inspirierenden Kraft des Kaffeehauses schöpfen?

Das große Wiener Kaffeehausexperiment - eine Ausstellung im MAK

Das Forschungsprojekt als Ausstellung kuratiert von Julia Landsiedl.

Die Startausstellung dient übrigens den interdisziplinären Teilnehmern der parallel stattfindenden Labormodule als Impuls und “Recherche-Kit”. Die nächsten Labormodule finden im Mai bzw. Juni statt. Interessierte Teilnehmer können sich auf der Website des MAK bewerben.

Kaffeehäuser sind wie Taschen der Öffentlichkeit, in denen Raum und Zeit konsumiert werden, aber nur der Kaffee taucht auf der Rechnung auf. Gregor Eichinger

Share on Twitter
 

Ihr Kommentar hat die maximale Länge erreicht!