Film, People, Projects 5. Februar 2013

Indian Dreams

Ein Beitrag von Poetry Café

Indian Dreams heisst der österreichische Dokumentarfilm unter der Regie von Walter Größbauer und Claudia Pöchlauer der am 25. Jänner 2013 seinen Kinostart hat. Der Film erzählt die Erlebnisse des jungen Inders Bhupinder Chauhan auf seiner Zugfahrt von Delhi in den Süden Indiens. Um sein Traumziel, das Meer, die Wellen und die Brandung zu erreichen muss er sich den Strömen seiner Reise hingeben. So wird sein Streifzug auch zu einer Fahrt durch die indische Gesellschaft. Neugierig lernt er Menschen kennen und erfährt unverblümt auch von deren Schicksal. So werden diese Begegnungen auch zu einem realistisches Abbild Indiens, gezeichnet von Liebe, Tod und Hoffnung. Eine erstaunliche Reise des Bhupinder Chauhan – Prädikat sehenswert! Produziert wurde der Film übrigens von FortunaMedia.

Wir haben den beiden Regisseuren ein paar Fragen zu ihrem Projekt gestellt:

Wie ist die Idee zu dem Dokumentarfilm „Indian Dreams“ entstanden?
Im Zuge eines anderen Indien-Filmprojekt “Next Exit Nirvana” kam es zur Begegnung mit unserem Protagonisten: Bhupinder Chauhan, ein junger Inder aus Haridwar. Er hat erzählt, dass er in einem Meditationszentrum Arbeit gefunden habe. Vorher wolle er eine Reise mit der Bahn vom Norden in den Süden machen, um seine Heimat näher kennen zu lernen und sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen: endlich das Meer sehen! So war die Idee geboren, ihn auf dieser Reise mit der Kamera zu begleiten.

Wie haben Sie selbst Ihre Reise durch Indien erlebt? Was waren Ihre persönlichen Eindrücke?
Indien ist ein so großes und vielschichtiges Land, dass es uns natürlich nur möglich war, einen kleinen Ausschnitt wahrzunehmen. Die Reise war anstrengend, aber durchwegs erfreulich. Die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen waren spannend und berührend zugleich. Die Inder sind Bollywood-affin, daher gab es -so glauben wir- keine Scheu vor der Kamera. Wir waren erstaunt, wie offen sie vor uns über ihr Leben und ihr zum Teil schweres Schicksal gesprochen haben.

Was hat Sie in Indien besonders inspiriert?
Inspiration sind die Menschen. Andere Lebensweisen und Lebensentwürfe sind immer anregend, über die eigene Befindlichkeit nachzudenken. Spannend war es auch, ein Indien kennen zu lernen jenseits der Klischees von Maharadscha Palästen und Folklore.

Wie lange haben die Dreharbeiten in Indien insgesamt gedauert?
4 Wochen

Was waren die größten Probleme, auf die Sie bei den Dreharbeiten gestoßen sind?
Das war die Unvorhersehbarkeit des Geschehens. Wir hatten den Zufall als Ko-Regisseur. Unser Plan war ja, spontane Begegnungen im Zug zu machen, Menschen kennen zu lernen und sie dann auch zu begleiten. Zum Beispiel haben wir eine Familie kennen gelernt, die auf dem Weg zu einer Hochzeit war. Das war verlockend. Wir haben auch eine Einladung bekommen. Wir stiegen gemeinsam in Ahmedabad aus, aber dann konnten wir sie telefonisch einfach nicht mehr erreichen und blieben ohne Hochzeits -Adresse. Zunächst waren wir irritiert und enttäuscht. Eine indische Hochzeit, das wäre sehr filmisch gewesen. Anstelle dessen haben wir aber den Tierschützer Lalu kennen gelernt, der dann zu einem der beeindruckendsten Gesprächspartner unseres Films wurde.

Welches ist Ihr nächstes Filmprojekt?
Das Drehbuch ist noch in der Entstehungsphase. Es geht darin um Praktikanten und Waisenhäuser in Ghana. Nächsten Monat sind wir zur Recherche vor Ort.

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Fotocredit: fortuna-media

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Indian Dreams

Gewinnspiel
Für alle, die sich „Indian Dreams“ gerne im Kino ansehen möchten verlosen wir 1×2 Tickets für eine Vorstellung am 14. Februar um 19.15 Uhr im Kino „De France“ in Wien.
Teilnahme: einfach ein Mail mit deinem Namen und Postadresse an poetrycafe@meinl.at senden.

Diese Gewinnspiel ist beendet, wir gratulieren dem Gewinner und wünschen allen anderen viel Glück beim nächsten Mal.

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