Das unmögliche Polaroid?

Ein Beitrag von Poetry Café

Vor rund 20 Jahren war die “Polaroid Collection” eine Leihgabe, auf die man im Musée Elysée (Lausanne) sehr stolz war. Nachdem Polaroid in Konkurs gegangen war, stand die Sammlung zum Verkauf und wurde bei Sotheby’s New York versteigert – freilich nicht ohne großen Aufschrei der Künstler, die mit ihren Polaroids ein Teil der Sammlung sind. Der Wiener Galerie “Westlicht” gelang es in Kooperation mit dem Projekt “Impossible”, den europäischen Teil der Sammlung komplett zu übernehmen, der 4.400 Werke von über 800 Künstlern umfasst. Die restliche Sammlung (1.200 Bildern von über 400 Künstlern) wurde übrigens für mehr als 12 Millionen versteigert.

Oliviero Toscani, Andy Warhol 1975 / Sammlung WestLicht

Ab 17. Juni ist die erste Ausstellung in der Galerie Westlicht zu sehen, die einen ausgewählten Querschnitt der Polaroids repräsentiert. Dazu gehören zB Polaroids von Ansel Adams, Helmut Newton, Mary Ellen Mark oder Andy Warhol. Ergänzend dazu werden auch jüngere Werke (u.a. Nobuyoshi Araki or Stefanie Schneider) gezeigt, die in Zusammenarbeit mit “Impossible” entstanden sind. The Impossible Project hat im Oktober 2008 das letzte Polaroid Produktionsstätte “gerettet” und erfindet und produziert seitdem Sofortfilme für Polaroid Kameras.

Links: Peter Beard 1987, Rechts: Helmut Newton 1976 / beide Sammlung WestLicht

Mary Ellen Mark 1990, Ansel Adams, Yosemite Falls & Flowers 1979 / beide Sammlung WestLicht

Wir freuen uns schon sehr auf die Ausstellung und werden auf Twitter berichten!

Links
Galerie WestLicht

Ich bin glücklich und stolz zugleich, dass es gelungen ist, die Sammlung in ihrer Gesamtheit zu erhalten und endlich zugänglich zu machen. Peter Coeln, WestLicht

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