Projects, Urban Art 15. August 2011

Das Graffiti-Alphabet

Ein Beitrag von Poetry Café

Graffitis begleiten uns durch alle Großstädte dieser Welt und sorgen für einen Augenblick erfüllt von everydaypoetry in unserem Leben. Mal sind sie hübscher und außergewöhnlicher, mal hässlich und abstoßend. In beiden Fällen findet man zumeist einen Tag darunter, ein Signaturkürzel, das das Pseudonym des Graffiti-Sprühers darstellt. Evan Roth hat 2009 für sein Projekt “Graffiti Taxonomy” über 2.400 Graffiti-Tags in Paris fotografiert. Die Fotos wurden archiviert und nach Buchstaben sortiert.

Für die weiteren Untersuchungen reduzierte er das Material auf die von Pariser Graffiti-Writern am häufigsten verwendeten Buchstaben: A, E, I, K, N, O, R, S, T und U. Um die Vielfalt und Bandbreite des Schriftzeichens zu veranschaulichen, wurden für jeden Buchstaben 18 Tags isoliert. Jeder dieser Tags wurde digital ausgeschnitten und einfarbig schwarzweiß dargestellt. Bei diesen Zusammenstellungen geht es übrigens nicht um die „besten“ Graffiti-Tags in Paris, vielmehr soll der Fokus auf die formale Vielfalt gelegt werden: von Groß- bis Kleinschreibung, Simplizität bis Komplexität, von Lesbarkeit bis Verschlüsselung. Ein Teil seiner Arbeit war übrigens letztes Jahr im Wiener Museumsquartier zu sehen.



Links
Graffiti Taxonomy
Betonblumen.org

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